Den ersten Teil meines Reiseberichts findet ihr hier.

Hinweis: Neu habe ich die Einstellungen mit denen das jeweilige Bild fotografiert wurde jeweils dazugeschrieben.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zu den Stränden von Vik und Unstad, beide ungefähr 15 Autominuten von Leknes entfernt. Gerade Haukland ist sehr bekannt und ich habe diesen Strand bereits mehrfach festgehalten. Vik hingegen hatte ich bisher nie besucht.

Unterwegs fiel uns im Morgenlicht ein weitgehend zugefrorener Fjord auf. Wir nutzten die gute Lichtstimmung für einige Bilder vom Ufer aus. Das zugefrorene Ufer harmonierte gut mit der aufgehenden Sonne und den Bergen im Hintergrund:

ISO 50, 16 mm, f/11, 1/13 sec

 

ISO 50, 16 mm, f/14, 1/6 sec

 

Anschliessend setzten wir unseren Weg zum Strand von Vik fort. Der Strand war auch kaum besucht. Die meisten Touristen scheinen sich primär für den Haukland Beach zu interessieren. Hier in Vik entstanden einige gute Aufnahmen und wir entschlossen uns, Haukland dieses mal zu überspringen und dafür zum Unstand Beach weiterzufahren, um auch dort (hoffentlich) einige Stimmungsvolle Bilder erstellen zu können. Anbei noch einige Impressionen von Vik:

ISO 100, 16 mm, f/8, 6.0 sec

 

ISO 100, 19 mm, f/8, 10.0 sec

Bereits die Anfahrt nach Unstad bietet wunderschöne Aussichten. Vor allem der Blick in den Fjord kurz vor dem Tunnel bietet sich immer mal wieder für ein Bild an. Ich habe dieses Motiv bereits im Sommer geschätzt:

ISO 50, 35 mm, f/9, 1/40 sec

Nach dem Tunnel war das Wetter leider etwas stürmischer. Das ist hier Häufiger der Fall, die Bergkette schirmt den Strand gut ab und stellt häufig auch eine Wetterscheide dar. Nichtsdestotrotz parkten wir den Wagen und machten uns auf den kurzen Marsch zum Strand. Neben einigen anderen Fotografen war auch hier wieder zahlreiche Surfer zugegen. Der Strand von Unstad ist als Arctic-Surfer-Hotspot bekannt.

ISO 50, 19 mm, f/9, 1/25 sec

Wie sooft während unserer bisherigen Zeit auf den Lofoten war es auch hier so, dass das Wetter sehr wechselhaft ist. Nur wenige Minuten nachdem ich das obige Bild aufgenommen habe, zeigte sich der Strand bereits deutlich freundlicher:

ISO 80, 28 mm, f/9, 1/30 sec

Nach unserem Besuch beim Unstad Beach machten wir uns auf den Weg nach Henningsvaer. Bereits im Sommer hatte mir die kleine Hafenstadt (bzw. handelt es sich eher um ein Dorf) sehr gut gefallen.

Am Abend waren sowohl das Wetter gut wie auch die Sonnenaktivität. Wir entschlossen uns deshalb nochmals zu einem nächtlichen Ausflug, um die Polarlichter nochmals einzufangen. Direkt beim verlassen des Hotels stellten wir bereits den typischen grünen Schimmer im Himmel fest.

Da Henningsvaer auf einigen Inseln vor der Küste liegt und diese dicht bebaut sind, war es etwas schwierig einen Platz mit geringer Lichtverschmutzung zu finden. Letztendlich wurden wir aber beim eingeschneiten Fussballplatz ganz am Ende der Hauptinsel fündig:

ISO 1000, 20 mm, f/1.8, 6.0 sec

Beim Gebäude Rechts handelt es sich um das Clubhaus des örtlichen Vereins. Für die Aufnahme standen wir mitten auf dem Fussballplatz.

Wir stiegen anschliessend auf einen kleinen Hügel direkt neben dem Platz. Von hier aus entstanden noch einige schöne Aufnahmen in Blickrichtung Westen. Das folgende Bild zeigt die relativ starke Lichtverschmutzung durch das Dorf im linken Bildbereich auf:

ISO 1250, 20 mm, f/1.8, 4.0 sec

Am nächsten Morgen nahmen wir die Strecke nach Andenes auf der Insel Andoya in Angriff. Die Fahrt dahin dauert im Winter von Henningsvaer aus knapp 4 Stunden. Andenes liegt auch nicht mehr auf Lofoten, sondern auf der benachbarten Inselgruppe Vesteralen.

Die Fahrt verlief problemlos und wir erreichten das Städtchen am frühen Nachmittag. Hier gibt es einiges zu entdecken! Direkt vom Hafen starten Walbeobachtungen. Es lassen sich hier je nach Jahreszeit vor allem Orcas und Pottwale beobachten.
Zusätzlich ist Andoya Heimat des Andoya Space Centers. Von hier werden Forschungsraketen in den Weltraum gestartet.
Auf einem Gipfel in unmittelbarer Nachbarschaft des Städtchens befindet sich ausserdem ein Observatorium.

Wir nutzten unsere frühe Ankunft am Nachmittag, um die schöne Lichtstimmung am Strand von Bleik festzuhalten. Die Fahrt zum gleichnamigen Ort dauert von Andenes her nur wenige Minuten.

ISO 50, 35 mm, f/10, 1/4 sec

 

ISO 50, 29 mm, f/10, 0.4 sec

Am Abend kehrten wir nochmals an den Strand von Bleik zurück, um (wieder einmal) Polarlichter zu fotografieren. Diesmal waren sowohl das Wetter wie auch die Prognosen für die Aktivität perfekt. Uns erwartete ein atemberaubender Anblick. Dieses mal waren die Nordlichter Phasenweise dermassen intensiv, dass die Landschaft deutlich heller erschien als in einer „normalen“ Nacht (obwohl nahezu Neumond herrschte). Ich lasse hier jetzt mal die Bilder sprechen:

 

ISO 2000, 20 mm, f/2.8, 15.0 sec

 

ISO 2000, 20 mm, f/2.8, 15.0 sec

Am nächsten Vormittag starteten wir im Hafen von Andenes zu einer Walsafari. Unser Boot fuhr dazu einige Kilometer auf den Nordatlantik hinaus. Dieses ist mit Mikrofonen ausgestattet, welche die Geräusche der Wale aufzeichnen. Der Kapitän konnte anschliessend in die entsprechende Richtung manövrieren.

Dreimal tauchte ein Pottwal in der nähe unseres Bootes auf. Leider gestaltete sich das Fotografieren relativ schwierig, dennoch hier zwei Bilder, eines zeigt den Wal bei einem Atemstoss, das zweite beim Abtauchen (Pottwale tauchen senkrecht und erheben dabei zu Beginn ihre Schwanzflosse in die Luft):

ISO 250, 200 mm, f/7.1, 1/320 sec

 

ISO 320, 200 mm, f/7.1, 1/200 sec

Morgen werden wir zurück an den Flughafen in Narvik reisen, von wo aus am Montag unser Flug zurück in die Schweiz startet…