Bereit bei meinem Besuch auf den Lofoten 2018 (hier geht’s zum Reisebericht) entschloss ich mich, diese wunderbaren Landschaften auch einmal im Winter besuchen zu wollen. Das geschah nun deutlich schneller als erwartet. Am 3. Februar 2019 begann ich eine knapp 1 wöchige Rundreise auf den Lofoten.

Nach einem angenehmen Flug von Zürich via Oslo nach Narvik nahmen wir (mein Kumpel Mischa war auch dabei) nahmen wir noch am Abend unseren Mietwagen in empfang.
Auf den Lofoten sind im Winter alle Mietwagen mit Spikes ausgerüstet. Das fahren auf den teils eisigen Strassen stellt somit kein grosses Problem mehr dar. Dennoch ist natürlich immer Vorsicht geboten.

Nach einer Nacht in einem Hotel nahe des Flughafens nahmen wir am nächsten Morgen den Weg in Richtung Reine unter die Räder. Die Fahrt durch die winterliche Landschaft dauerte auf den gut geräumten Strassen dabei etwa 5 Stunden. Unterwegs legten wir bereits einige Fotostopps ein. Dabei entstanden einige interessante Bilder. Hier ein Beispiel:

Anfang Februar geht die Sonne um ca. 9:15 Uhr auf und um 15:30 bereits wieder unter. Für Aufnahmen bei Tageslicht bleibt entsprechend nicht ganz so viel Zeit wie in unseren Breitengraden.

Am frühen Nachmittag erreichten wir Reine. Leider war das Wetter zu Beginn sehr schlecht. Nachdem wir unser Quartier im Zentrum bezogen hatten, machten wir uns dennoch zu einer kleinen Erkundungstour der Ortschaft auf. Unter diesen Bedingungen war es schwierig gute Bilder zu erstellen, deshalb gingen wir nach einem Besuch in der „Bringen Kaffeebar“ im Zentrum (welche übrigens sehr zu empfehlen ist) wieder zurück in unsere Unterkunft.

Am Abend präsentierte sich das Wetter etwas besser und wir schlenderten noch etwas durch den Ort und machten ein paar Fotos:

Später Versuchten wir, noch einige Polarlichter einzufangen. Aufgrund des bewölkten Himmels war das aber leider nicht möglich.

Am nächsten Vormittag machten wir uns auf den Weg ins ca. 10 Kilometer entfernte Å. Hier endet die Strasse E10, welche 880 Kilometer entfernt in Lulea in Schweden beginnt. Unterwegs hielten wir an und suchten nach Motiven. Mischa hält hier gerade den stürmischen Himmel fest:

Vom Parkplatz am Ende der E10 kann man in knapp 10 Minuten zu Fuss an die Küste gelangen. Ich war bereits letzten Sommer hier. Dieses mal präsentierte sich die Landschaft komplett anders und war grösstenteils von ca. 30 bis 40 Zentimeter Schnee bedeckt. Auch hier entstanden wieder einige interessante Aufnahmen:

Da sich das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte, machten wir uns anschliessend wieder auf den Weg zurück zu unserer Unterkunft.

Später am Tag konnten wir aber auch in Reine noch einige schöne Bilder einfangen:

Nachdem wir in unserem Apartment zu Abend gegessen hatten, machten wir uns am Abend erneut auf die Suche nach Polarlichtern. Das Wetter war deutlich besser und die prognostizierte Sonnenaktivität ermutigte uns zusätzlich. Die Chancen standen gut!

Bereits nach ca. 20 Minuten Autofahrt konnten wir einen schwachen Schimmer am Himmel feststellen und hielten bei der nächsten Gelegenheit an. Das war bei der Brücke hinüber nach Fredvang. Von blossem Auge liess sich der Schimmer bereits gut feststellen. Wie stark die Lichter aber auf einer Langzeitaufnahme wirken, war auch für uns überraschend:

Wir waren in dieser Nacht noch lange unterwegs und konnten an verschiedenen Stellen der westlichen Lofoten sehr schöne Aufnahmen erstellen:

Am nächsten Morgen präsentierte sich auch das Wetter in Reine von seiner besten Seite. Wir nutzten unseren letzten Morgen hier für einige Bilder (was den sonst!):

Unser nächstes Hotel befindet sich in Leknes, knapp 1 Stunde Fahrzeit von Reine entfernt. Auf dem Weg boten sich einige interessante Motive:

Beim Strand von Flakstad waren auch einige Surfer anzutreffen, welchen wir vor der wunderbaren Kulisse ein wenig zuschauten:

Nach einem Abstecher in Richtung Nusfjord (siehe Bild unten) erreichten wir schliesslich Leknes. Von hier aus schreibe ich aktuell auch diese Zeilen. Morgen werden wir bereits nach Henningsvaer weiterreisen, bevor uns unser Trip zum Abschluss nach Andoya nördlich der Lofoten führt. Mal sehen was dieser Urlaub noch für uns bereithält!

Hier noch die oben angekündigte Aufnahme vom Nusfjord. Rechts ist bereits die gleichnamige Ortschaft zu erkennen. Das Bild wurde mit einer Verschlusszeit von 30 Sekunden erstellt, wodurch dieser einzigartige Effekt des glatten Wassers und der leicht verwischten Wolken entsteht: