Nachdem ich in letzter Zeit mit neuen Beiträgen auf diesem Blog sehr zurückhaltend war, kommt nun mal wieder eine grössere Reportage von meinem aktuellen Urlaub in Norwegen.

Gemeinsam mit meinem Kollegen Mauro, mit dem ich bereits 2017 in den USA unterwegs war (hierzu gibt’s auch ein paar Beiträge auf diesem Blog ;)), flog ich im August 2018 via Oslo nach Narvik in Nord-Norwegen. Narvik liegt nördlich des Polarkreises, doch aufgrund des Golfstroms herrscht hier ein erstaunlich mildes Klima. Immerhin liegen auf dem selben Breitengrad auch Teile Grönlands, Nordkanadas und Sibiriens, nur um das mal in Relation zu stellen.

Nachdem wir unseren Mietwagen am Flughafen in Empfang genommen hatte, machten wir uns auf den kurzen Weg zu unserer Unterkunft. Hier verbrachten wir einen ruhigen Abend und genossen die Ruhe.

Am nächsten Morgen starteten wir mit unserer Reise mit dem Ziel Hamnoya bei Reine auf den Lofoten. Uns stand somit eine Strecke von knapp 300 Kilometern bevor. Die Strassen auf den Lofoten sind meist eng und kurvig, wir nahmen uns daher gleich einen ganzen Tag Zeit. Schliesslich wollte ich unterwegs auch noch ein paar Fotos machen…

Wir merkten recht schnell, dass hier das Wetter nicht nur alle 5 Minuten Ändert, sondern gefühlt auch nach jeder Kurve. Für einen Fotografen ein Traum! Anbei zwei Bilder die ich schon ziemlich früh festhalten konnte:

Am Mittag machten wir halt in Svolvær, der mit knapp 4500 Einwohnern grössten „Stadt“ der Lofoten. Zuerst stürmten wir irrtümlicherweise das Tourismus-Büro, da wir dachten es handle sich um ein Restaurant. Entäuscht mussten wir feststellen, dass uns der Mitarbeiter kein Menü servieren wollte ;). Dennoch half er uns mit einigen Tipps und wir genossen schliesslich ein feines Zmittag am Hafen.

Am Nachmittag ging es auf der E10 weiter, alles Richtung Westen (bzw. je nach Topografie auch in eine beliebige andere Richtung). Je weiter wir kamen, je schöner erschien uns die Landschaft. Teilweise kam gar ein bisschen Karibik-Flair auf (okay, es war ca. 15 C, aber davon abgesehen…):

Einen etwas längeren halt legten wir am Haukland-Beach ein. Es handelt sich dabei um den wohl bekanntesten Strand der Lofoten. Entsprechend viele Touristen waren da. Ich verbrachte ca. 1 Stunde mit Fotografieren, wobei einige interessante Bilder entstanden. Vor allem das nächste gefällt mir sehr gut, auch wenn es dem einen oder anderen Betrachter vielleicht etwas künstlich vorkommen mag:

Und ja, das Wasser ist wirklich türkis und der Strand besteht hier aus feinem, fast weissem Sand.
Für alle Fotografie-Interessierten: Die „Wellen-zieher“ im Bild entstanden durch die relativ lange Belichtungszeit von ca. 0.5 sec.

Vom Haukland-Beach gelangt man durch einen Tunnel nach Uttakleiv. Auch diesen Strand kann ich absolut empfehlen. Obwohl Luftlinie nur knapp 2 Kilometer vom Haukland entfernt, war das Wetter hier schon wieder komplett anders:

Den Möwen schien das stürmische Wetter nichts auszumachen (wer findet sie auf dem nächsten Bild?):

Am späten Nachmittag erreichten wir schliesslich unsere Unterkunft in Hamnoya. Hier bleiben wir jetzt bis Dienstag, bevor wir dann nach Henningsvær weiterziehen. Wir sind hier in einem kleinen Apartment mit direktem Blick auf das Fjord bei Reine einquartiert. Der Ausblick ist nicht schlecht:

Für den nächsten Tag hatten wir eigentlich eine längere Wanderung geplant, die fiel dann aber wortwörtlich ins Wasser. Den ganzen Morgen und Vormittag war es am Regnen. Nach unserer Mittagspause in einem kleinen Café in Reine entschlossen wir uns, trotzdem die Region noch etwas zu erkunden. Wir fuhren nach A i Lofoten ganz am Ende der E10. Die Strasse endet fast direkt an der Küste bei einem grossen Parkplatz. Von hier aus unternahmen wir einen kleinen Hike zur Erkundung der Umgebung. Der Regen liess mit der Zeit nach und es entstanden einige schöne Aufnahmen. Das erste Bild hat den Titel „Findet Mauro“:

Mir gefiel die Perspektive mit dem Blick in die Ferne sehr. Deshalb hat mich Mauro auf dem folgenden Bild auch verewigt:

Auch etwas abseits der Küstenlinie ist die Landschaft wahnsinnig schön. Überall sind Fjorde, Seen, Klippen und Wasserfälle zu finden:

Hier auch noch ein Blick auf A i Lofoten:

Nach unserem kurzen Hike machten wir uns wieder auf den Weg zur Unterkunft. Die grössere Wanderung ist nun für morgen eingeplant. Wohin es geht bzw. ging erfahrt ihr dann im nächsten Teil dieses Blogs…