Den zweiten Teil meines Reiseberichts über die Lofoten findet ihr hier.

Am Dienstagmorgen verabschiedeten wir uns von der Region Reine und machten uns auf den Weg nach Henningsvær. Dort werden wir für die nächsten drei Tage in einem Hotel quartiert beziehen.
Henningsvær ist ein Fischerdorf welches auf den Schären, kleinen vorgelagerten Inseln vor der Küste, gebaut wurde und liegt im Südosten der Lofoten. Die reine Fahrzeit von Hamnoya nach Henningsvær beträgt gut zwei Stunden. Wir machten unterwegs (wie sollte es anders sein) noch ein paar Fotostopps und einen Halt beim Wikingermuseum in Borg.

Die Brücke auf dem nächsten Bild führt in Richtung Fredvang, von wo aus wir tags zuvor unsere Wanderung auf den Ryten und zum Kvalvika Beach in angriff nahmen. Wir kamen bei unserer Fahrt in Richtung Museum nochmals dort vorbei:

Etwas später schlängelte sich die Strasse wieder der verwundenen Küste entlang:

Im Wikingermuseum in Borg machten wir einige Stunden halt. An der Stelle des Museums lag früher eine Wikingersiedlung mit bis zu 1800 Einwohnern. Das Gelände ist schön gestaltet. Unter anderem kann ein originalgetreuer Nachbau eines Langhauses der Wikinger besichtigt werden. Wer lust hat, kann sich ausserdem im Bogenschiessen oder Axtwerfen üben oder als Passagier mit dem Nachbau eines Wikingerschiffs segeln.
Falls jemand mal in die Region kommt und das Museum besuchen möchte, hier der Link: http://www.lofotr.no/index.asp

Anschliessend fuhren wir weiter in Richtung Henningsvær, wo wir am späteren Nachmittag ankamen. Die Siedlung ist wirklich sehr schön gelegen und Ziel zahlreicher Touristen. Mir hatte es vor allem der idyllische Hafen angetan:

Am Abend versuchte ich noch einige Fahrminuten ausserhalb des Ortes den Sonnenuntergang festzuhalten. Es reichte genau für ein Bild, bevor sich eine der Wolken am Horizont vor die Sonne schob und diese bis zum Untergang verdeckte…

Auf dem Rückweg machten wir nochmals einen Stopp am Hafen, wo es nahezu windstill war. Entsprechend schöne Reflexionen entstanden auf dem Wasser:

Am nächsten Morgen machten wir uns wieder auf für eine Wanderung. Unser Ziel ist bereits auf dem vorherigen Bild vom Hafen im Hintergrund zu sehen: Der 541 Meter hohe Festvågtinden bei Henningsvaer.

Der Aufstieg ist steil und erfordert eine gute Kondition, bietet aber auch eine fantastische Aussicht. Ausnahmsweise herrschte auch Perfektes Wetter:

Wir kamen gut voran und gewannen rasch an Höhe:

Schon bald bot sich uns ein schöner Ausblick auf Henningsvær:

Ungefähr bei der Hälfte des Aufstiegs liegt ein kleines Plateau inkl. See. Von dort ist auch das vorherige Bild entstanden.
Noch weiter oben sah der Ausblick dann so aus:

Nicht schlecht, oder? 😉

Wir waren beim Aufstieg nicht alleine und entsprechend sammelten sich am Gipfel die Touristen etwas. Wir verbrachten länger Zeit dort und zwischenzeitlich hatten wir den Gipfel fast für uns allein. Es sind einige Gute Aufnahmen entstanden, wobei mir insbesondere auch das Fotografieren der etwas weiter entfernten Berge mit dem Teleobjektiv viel Freude bereitete. Ich montierte einen Polarisationsfilter auf das Objektiv, welcher vor allem im 90 Grad Winkel zur Sonne die Kontraste deutlich verstärkte und für einen schönen Effekt sorgte. Die folgenden beiden Bilder wurde kaum noch bearbeitet:

Hier auch noch die Sicht Richtung Norden (Henningsvaer liegt vom Gipfel aus ziemlich genau südlich):

Anschliessend machten wir uns auf den steilen und entsprechend nicht ganz Knieschonenden Abstieg.

Für den nächsten Tag hatten wir eigentlich eine Kajaktour geplant, welche wegen der schlechten Wetterprognose dann aber abgesagt wurde. Stattdessen machten wir uns am nächsten Morgen auf den Weg in Richtung Unstad Beach, einem weiteren bekannten Strand der Lofoten. Hier auch mal ein Bild einer typischen Strasse auf den Lofoten:

Trotz des zeitweise schlechten Wetters entstanden am Unstad Beach einige gute Aufnahmen:

Wir fuhren anschliessend zurück nach Henningsvær. Anmerkung hierzu: Unterwegs legten wir mit unserem Toyota Auris Hybrid auch den nach knapp 700 Kilometern ! ersten ! Tankstopp ein. Es wäre noch nicht nötig gewesen, aber wir wollten mal schauen wie sich das Anfühlt :). Mit einem Durchschnittsverbrauch von 4.3 Litern auf 100 Kilometern hat sich das Auto für unseren Trip wirklich bewährt.

Wir schauten uns noch ein wenig Henningsvær an und machten es uns schliesslich in unserer Unterkunft gemütlich. Während es draussen wiedermal am Regnen war, ist dort auch dieser Beitrag entstanden.
Morgen geht es für uns nach Oslo, wo wir die letzten Tage in Norwegen verbringen werden.