Im Dezember 2017 flog ich nach Santiago de Chile in Südamerika. Hier ist der erste Teil meines Reiseberichts über diesem fantastischen Roadtrip.

Nach fast 16 Stunden Flug und einem Umstieg in Madrid landeten mein Kumpel Thus und ich am 27.12.2017 in Santiago. Nachdem wir unseren Mietwagen, einen Toyota Hilux, abgeholt hatten, machten wir uns direkt auf den Weg nach Valparaiso am Pazifik.

Nach einer Übernachtung in der Nähe ging es los mit unserem eigentlichen Roadtrip in Richtung Norden. Unser Ziel: die trockenste Wüste der Welt, die Atacama in Nordchile!

Bei unserer ersten Etappe, welche uns bis nach La Serena führte, erwartete uns eine wunderschöne Küste.
Natürlich liess ich es mir nicht nehmen, zwischendurch für einen Fotostopp anzuhalten:

Nördlich von La Serena veränderte sich die Landschaft recht deutlich. Es wurde massiv trockener. In der Nähe des La Silla Observatoriums, welches wie auch das Paranal Observatorium durch die Europäische Südsternwarte (ESO) betrieben wird, entstand das folgende Bild:

Ich persönlich hatte den Eindruck, das die Vegetation mit jedem Kilometer weniger wurde. Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine Wunderschöne Landschaft:

Anbei auch einmal ein Bild von unserem Mietwagen, welcher sich bisher als absolut Geländetauglich bewiesen hat:

Nach einer weiteren Übernachtung in einem kleinen Ort an der Küste (allerdings bereits in der Atacama, welche direkt bis an den Ozean reicht), machten wir uns auf den Weg zum Paranal Observatorium. Auch dieser Abschnitt bot uns einige fantastische Landschaften:

Das Paranal ist eines der grössten Observatorien der Erde und wir ebenfalls (wie La Silla) von der ESO betrieben. Es werden kostenlose Führungen angeboten, welche sich definitiv lohnen! Allerdings ist es nötig, sich vorher auf der ESO-Webseite anzumelden.

Das Observatorium selbst befindet sich auf 2635 Meter über Meer, ca. 12 Kilometer vom Pazifik entfernt. In der Umgebung gibt es keinerleih Ortschaften und somit auch entsprechend wenig Lichtverschmutzung. Die nächste grössere Stadt ist das knapp 120 Kilometer entfernte Antofagasta.
Durch durchschnittlich 350 Sonnentage im Jahr und die extrem trockene Luft ist der Standort ideal für ein Observatorium:

Auf dem folgenden Bild ist sehr gut zu erkennen, wie nahe der Pazifik trotz der Höhe von fast 3000 Metern ist:

Hier auch noch ein Schnappschuss von mir beim Eingang zum Observatorium:

Die Führung war sehr informativ und wir Besucher durften auch in die Gebäude sowie den Kontrollraum eintreten:

Auf dem zweiten Bild ist gut der riesige Hauptspiegel eines der vier Teleskope zu erkennen. Dieser hat einen Durchmesser von 8.2 Metern.

Nach dem Besuch des Observatoriums reisten wir weiter bis nach San Pedro de Atacama, von wo aus ich nun gerade diese Zeilen schreibe. Auf dem Weg hierhin waren wir ausschliesslich in der Wüste unterwegs. Auch hier sind wiederum andere, aber ebenfalls wunderschöne Landschaften anzutreffen. Gerade die Region um San Pedro de Atacama erinnert teilweise eher an eine Mond- oder Marslandschaft:

In den nächsten Tagen werden wir uns die Region etwas anschauen und auch einen mehrtägigen Ausflug nach Bolivien unternehmen. Unter anderem steht dabei der Besuch des grössten Salzsees der Erde, des Salar de Uyuni, auf dem Programm.
Fortsetzung folgt…