Den zweiten Teil meines Reiseberichts gibt’s hier.

Nach der ersten Nacht auf über 4000 Meter über Meer fühlte ich mich fantastisch. Kopfschmerzen und Übelkeit waren verschwunden.

Nach unserem Frühstück kämpften wir uns mit unserem Geländewagen weiter über schier endlose Buckelpisten. Nach einiger Zeit erreichten wir eine Region mit sehr interessanten Felsformationen, welche wir dann zu Fuss etwas ausführlicher erkundeten. Wie immer hatte ich auch dieses mal meine Kamera immer griffbereit:

Anschliessend fuhren wir einige Zeit weiter, bis wir ein von einem kleinen Bach durchflossenes Tal erreichten, welches zahlreichen Lamas als Weide in der sonst eher trockenen Einöde dient. In der nähe gibt es eine kleine Farm, zu welcher die Lamas gehören. Es handelt sich also nicht um wilde Tiere, allerdings können sich die Lamas in der Region frei bewegen. Wir nutzten die Zeit für einen Spaziergang und einige Fotos:

Nach einem Ausführlichen Mittagessen führte uns unser Weg weiter in Richtung Uyuni, vorbei an Canyons und über gewaltige Hochebenen.

Schliesslich erreichten wir am späteren Nachmittag das Dorf Jualca. Hier hatte ich wirklich das Gefühl am Ende der Welt angekommen zu sein. Zwar gibt es eine Eisenbahnlinie welche bis in die Hafenstadt Antofagasta in Chile führt, doch von irgendeiner Art Betrieb war hier weit und breit nichts zu sehen. Ein paar einzelne Gestalten schlichen zwischen den Häusern umher, ansonsten war nur die grässliche 80er-Jahre Musik des einzigen Ladens zu vernehmen, welche dieser über einen Lautsprecher im Dorf verbreitete. Ich nutzte unseren Zwischenstopp wiederum für einige Bilder:

Nach diesem letzten Zwischenstopp fuhren wir direkt zu unserem Hostel in Villa Candelaria, direkt am Rand des Salar de Uyuni.

Am nächsten Morgen ging es für uns früh los, damit wir den Sonnenaufgang direkt auf dem Salar, dem grössten Salzsee der Erde, erleben konnten. Auf dem Salar selbst fährt es sich, dank der Ebenen Oberfläche, fast wie auf einer Autobahn. Nach den Hunderten Kilometern über Buckel- und Sandpisten war das ein echtes Erlebnis.
Der Sonnenaufgang über dem Endlosen Salar der Uyuni war für mich eines der Highlights der Reise:


Ich hielt diesen auch als Timelaps-Video, zusammengesetzt aus knapp 200 Einzelaufnahmen, fest:

Nach dem Sonnenuntergang fuhren wir weiter zur „Insel“ Incahuasi, gelegen inmitten des Salar. Auch hier ergaben sich einige spektakuläre Aufnahmen:

Auf unserem weiteren Weg in Richtung Uyuni legten wir auf dem Salzsee noch einen kleinen Reparaturstopp ein, bei welchem unser Fahrer mittels einiger Kreativität sowie einer leeren Plastikflasche unser Fahrzeug wieder in Gang brachte…

Wir nutzen die Zeit für einige spielereien mit der Perspektive. Diese waren mehr oder weniger erfolgreich…

In Uyuni trennte sich unsere Gruppe schliesslich. Unser Fahrer Cristian hatte Feierabend und unsere australischen und japanischen Begleiter reisten weiter durch Bolivien in Richtung norden.
Wir hingegen machten uns noch am selben Nachmittag mit neuem Fahrer und zwei brasilianischen Begleitern auf den Rückweg nach San Pedro de Atacama in Chile. Nach einer erneuten Übernachtung in Villa Mar waren wir am Mittag des vierten Tages wieder zurück in Chile und erstmals wieder unterhalb von 3500 Meter über Meer unterwegs (San Pedro de Atacama liegt „nur“ auf 2500 Meter über Meer).

Unsere weitere Reise wird uns nun via Antofagasta und La Serena an der Pazifikküste zurück nach Santiago de Chile führen. Von dort aus geht es dann mit dem Flieger zurück nach Europa.