Den vierten Teil über unseren US-Roadtrip findet ihr hier.

Am nächsten Morgen starteten wir in Richtung Idaho. Die Grenze überschritten wir dabei bereits nach wenigen Minuten, da es sich bei Ontario um eine Grenzstadt handelt.
Am Nachmittag erreichten wir das Craters of the Moon Schutzgebiet im Zentrum von Idaho. Wir entschlossen uns dazu, das Schutzgebiet etwas zu erkunden. Craters of the Moon liegt auf etwa 1750 m über Meer besteht aus grossflächig erkalteten Lavaströmen. Aktuell sind die Vulkane im Gebiet nicht aktiv. Der letzte Ausbruch ist ca. 2000 Jahr her.
Das Gebiet ist mit etwa 2900 km² knapp halb so gross wie der Kanton Bern. Anbei ein kleiner Eindruck der Umgebung:

Nach einem Aufenthalt etwa drei Stunden fuhren wir anschliessend weiter in Richtung Idaho Falls, der nächsten grösseren Stadt, in welcher wir übernachteten.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf in Richtung Yellowstone Nationalpark. Der Grossteil des Parks liegt in Wyoming, dem Bundesstaat mit den wenigsten Einwohnern und der nach Alaska zweitgeringsten Bevölkerungsdichte der USA.

Wir erreichten den Park gegen Mittag und durchquerten diesen von Nord nach Süd. Dabei legten wir einige Zwischenstopps ein, um die Geysire und die Landschaft zu beobachten. Bei einem kleineren Geysir wurden wir auch Zeuge eines Ausbruchs. Beim betreffenden Geysir finden diese Ausbrüche alle 30 Minuten statt, wobei dieser jedes mal durch die Ablagerungen wieder ein bisschen wächst:

Der südliche Bereich des Parks, welcher mit knapp 9000 km² etwa so gross wie Zypern ist, ist vor allem durch Wälder, Hügel und Flüsse geprägt. Auf der einzigen Strasse bewegten wir uns in Richtung des südlichen Ausgangs:

Ein umfangreicherer Besuch des Parks war für den nächsten Tag geplant.

Direkt südlich des Yellowstone Nationalparks liegt die Gebirgsformation des Grand Teton. Dabei handelt es sich um eine markante Bergkette, welche eine schöne Szenerie für einige Bilder bot:

Von dort aus machten wir uns auf den Weg zur nächsten Ortschaft, Dubois, welches ca. 150 km vom südlichen Parkeingang entfernt liegt. Auf dem Weg dorthin gibt es ausser einigen einsamen Ranches und einer Passstrasse welche auf etwas über 3000 m über Meer führt nicht viele Anzeichen menschlicher Besiedlung.

Am nächsten Tag besuchten wir den Yellowstone Nationalpark ein zweites Mal. Aufgrund eines schweren Unfalls auf der Passstrasse und einer darauf folgenden Sperrung dieser, mussten wir uns eine Ausweichroute suchen, um nicht die 4.5 Stunden Umweg über die nächste grössere Strasse in kauf nehmen zu müssen. Gemeinsam mit einigen anderen Autos gelang es uns, mit unserem Mustang einen etwas abenteuerlichen Weg durch die Hügel und Wälder südlich des Passes zu bewältigen. Gegen Mittag erreichten wir mit etwas Verspätung schliesslich wieder den Park.

Neben einigen Elchen und Waipitis konnten wir auch eine Herde Bisons beobachten. Einige der Bisons hatten keine Scheu davor, in einer Seelenruhe die nahe Strasse zu überqueren und dabei den Verkehr etwas aufzuhalten. Mir gab das die Gelegenheit, eines dieser Tiere aus nächster Nähe ablichten zu können:

Zur Info: ein Bison-Bulle kann ein Gewicht von bis zu 900 kg und eine Schulterhöhe von 1.90 m erreichen.

Zwischendurch unternahmen wir auch einige, wenn auch eher kleinere, Ausflüge zu Fuss. Ansonsten waren wir die meiste Zeit auf den Strassen des Parks unterwegs. Gegen Abend gelang es uns schliesslich noch, einen Schwarzbären zu beobachten. Meine Kamera hatte ich natürlich Griffbereit in der Nähe:

Am Abend machten wir uns dann wieder auf in Richtung Dubois, wir hatten geplant dort nochmals eine Nacht zu verbringen.

Auf dem langen Rückweg gelangen mir dabei einige gute Aufnahmen, sowohl vom Sonnenuntergang, der Dämmerung (das zweite Bild ist an einem Seeufer mit einigen Steinen im Wasser entstanden) wie auch der Milchstrasse.

Die Sterne über Wyoming sind aufgrund der geringen Lichtverschmutzung enorm gut zu sehen. Abgesehen von einigen einsamen Hotels, Ranches und Autos gibt es keine künstlichen Lichtquellen. Ein solcher Himmel ist in der Schweiz undenkbar:

Auf dem nächtlichen Rückweg nach Dubois sahen wir zwischenzeitlich über 80 km kein einziges entgegenkommendes Auto. Wie bereits erwähnt, die Region ist relativ einsam…

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Etappenziel, Salt Lake City in Utah. Auf dem Weg dahin lichtete ich nochmals die Teton Range ab:

Gegen Abend erreichten wir die Stadt, in welcher 2002 die olympischen Winterspiele stattfanden. Unterdessen haben wir mit unserem Mustang über 6000 km zurückgelegt. Die gewaltigen Distanzen sind sehr beeindruckend.

Das nächste Ziel unserer Reise ist das Monument Valley im Süden von Utah.

Update folgt…