Den fünften Teil über unseren US-Roadtrip findet ihr hier.

Nach einem besuch in der Innenstadt von Salt Lake City machten wir uns auf in Richtung Monument Valley. Wir waren dafür ca. 7 Stunden mit unserem Mustang unterwegs. Während am Anfang noch Berge sowie Felder und teilweise auch Wälder unsere Strecke dominierten, nahm die Vegetation weiter gegen Süden spürbar ab.

In der nähe das Monument Vally erwartete uns bewölktes und eher regnerisches Wetter. Damit hatte ich nicht umbedingt gerechnet in dieser Region. Allerdings ergab sich dadurch auch eine sehr schöne Szenerie bei unserer Anfahrt, welche wir für einige Fotostopps nutzten. Je näher wir dem Monument Valle kamen, je interessanter wurde die Umgebung.

Wir übernachteten in einem Hotel mitten im Monument Valley, welches nicht in einem Nationalpark, sondern in einem Reservat der Navajo Indianer liegt.

Am späteren Abend regnete es dann nicht nur, sondern es ging ein ganzes Gewitter hernieder. Das bot mir allerdings die Möglichkeit, direkt vom Balkon unseres Hotelzimmers aus einige Blitze zu Fotografieren.
Dazu stellte ich meine Kamera auf eine lange Belichtungszeit (20 – 30 sec) ein, und hoffte einfach das in dieser Zeit ein Blitz nieder geht. Die Blitze sind dabei so hell, dass diese auf dem späteren Bild trotz der langen Belichtung gut zu sehen sind. Dieses Vorgehen hat sehr gut geklappt:

Am nächsten Morgen besichtigten wir die Region ein wenig. Das Monument Valley liegt direkt an der Grenze der Bundesstaaten Utah und Arizona und liegt auf knapp 1900 m über Meer. Die Umgebung ist sicherlich einigen als Kulisse für zahlreiche Western Filme bekannt. Die Tafelberge wurden in den letzten 50 Millionen Jahren durch das Abtragen des weicheren Gesteins der Umgebung durch Erosion geformt:

Anschliessend machten wir uns, nach einer wie meist recht reichhaltigen Mittagsverpflegung, auf in Richtung Bryce Canyon. Der Bryce Canyon liegt (für US-Verhältnisse) relativ nahe am Monument Valley, es war lediglich eine knapp 5 stündige Autofahrt nötig.

Wir übernachteten in der nähe des Bryce-Canyon-Nationalparks und machten uns am nächsten Morgen zur Erkundung dieses zwischen 2400 und 2700 m über Meer gelegenen Naturwunders auf. Der Bryce Canyon wurde, ähnlich wie das Monument Valley, durch Erosion geformt. Dabei sind zahlreiche bizarre Felsformationen, vor allem Felsnadeln, entstanden:

Nach einer Wanderung in den Canyon hinab und zahlreichen Stopps an verschiedenen Aussichtspunkten, machten wir uns am früheren Nachmittag auf den Weg in Richtung Las Vegas.

Unser Navi führte uns dabei unbeabsichtigt mitten in einer weiteren Nationalpark, den Zion Canyon. Wir schauten uns auch diesen ein wenig an (wenn man schon mal da ist). Auch hier sind wiederum zahlreiche Interessante Fotos entstanden:

Anmerkung: Auf dem ersten Bild ist auch unser Mietauto zu sehen. Findet ihr es?

Gegen Abend erreichten wir dann das Spieler-Metropole Las Vegas. Dabei herrschten angenehme 45 °C (es war heiss wie die Hölle…). Wir quartierten uns im Bellagio Hotel ein. Die Hotelzimmer in Vegas sind sehr günstig. Alle grossen Hotels haben Casinos und verdienen vor allem damit ihr Geld.
Normalerweise sind wir nicht so die Glücksspieler, aber hier liessen wir es uns nicht nehmen, dass die Casinos etwas zu erkunden. Vor allem an den Einarmigen Banditen verbrachten wir einige Zeit.

Aufgrund einiger Glücksfälle (keine Ahnung wieso aus den 5$ Einsatz innerhalb von etwa 5 Sekunden plötzlich 124$ wurden…) verliessen wir das Casino sogar mit einem kleinen Gewinn.

Für den nächsten Tag hatten wir uns etwas ein wenig spezielleres vorgenommen. Da wir beide Interessiert an Autos (vor allem schnellen) und Motorsport begeistert sind, drehten wir bei Dream Racing Vegas einige Runden mit Supersportwagen auf einer Rennstrecke. Mauro fuhr dabei einen Nissan GTR sowie einen Ferrari F430, währen ich mit einem 911 Porsche, Lamborghini Gallardo und ebenfalls einem Ferrari F430 unterwegs war. Das ganze war nicht ganz günstig, lohnt sich aber definitiv!

Dream Racing führt die Fahrten auf dem Las Vegas Motor Speedway durch. Die Strecke ist knapp 2 km lang, wobei wir 9 und 14 Runden drehen konnten. Das ganze ist Professionell organisiert und startet mit einer theoretischen Einführung und einem anschliessenden Training im Simulator, bevor es richtig losgeht.

Beifahrer ist immer ein Instruktor von Dream Racing. Anbei ein kleines Video welches mich auf meiner schnellsten Runde mit dem Ferrari zeigt (Sorry für das ernste Gesicht, aber bei der Konzentration…):

Nach diesem einmaligen Erlebnis machten wir uns wieder auf in die Innenstadt. Unser nächstes Ziel ist der Grand Canyon.

Update folgt…